Wichtig accessibility

speakable-Schema

Auch bekannt als: schema:speakable, speakable


Aktualisiert 2026-05-03 · von Marco Biner

1. Kurzdefinition

speakable ist eine Schema.org-Property, die markierte Inhalte einer Page als für Voice-Assistants vorlesbar kennzeichnet — Niche-Use-Case mit primärer Relevanz für News-Sites und Voice-Search-Optimierung.

2. Ausführliche Erklärung

speakable ist eine Schema.org-Property, die einen spezifischen Bereich einer Page als „für Sprach-Assistenten vorlesbar“ markiert. Sie wurde 2018 in Zusammenarbeit mit Google entwickelt — primär für News-Inhalte, die von Google Assistant, Alexa und Siri als gesprochene Antworten ausgegeben werden können.

Aus GEO-Sicht ist speakable ein Niche-Hebel mit spezifischen Use-Cases. Die Property ist primär für News-Plattformen relevant, die Sprach-Assistenten-Integration anbieten wollen. Für klassische KMU-Sites mit Marketing- und Service-Inhalten ist die Wirkung gering — Voice-Search ist im DACH-Raum 2026 ein noch eher kleines Anwendungsfeld.

Technisch wird speakable als SpeakableSpecification-Sub-Objekt an einem Article oder WebPage gesetzt. Die Property identifiziert den vorlesbaren Bereich entweder über CSS-Selektoren (cssSelector) oder über XPath-Ausdrücke (xpath). Typisch wird die headline und der erste Absatz oder die Zusammenfassung als speakable markiert — der Teil, der bei Voice-Antworten vorgelesen wird.

Eine wichtige Einschränkung: speakable wird primär von Google Assistant aktiv genutzt, andere Voice-Assistenten haben unterschiedliche Adoption. Apple's Siri nutzt speakable nicht systematisch, Amazon Alexa fokussiert auf eigene Skills. Die Investition in speakable lohnt sich primär für News-Plattformen und Sites mit aktiver Voice-Search-Strategie.

Für eine Schweizer KMU bedeutet speakable konkret: selten relevant. Bei normalen Service- und Marketing-Inhalten kann die Property weggelassen werden — der GEO-ROI ist minimal. Bei spezifischen Use-Cases (News-Site, Voice-First-App, regelmässige Audio-Inhalte) lohnt sich die Auszeichnung. Faustregel: nur wenn Voice-Search explizit Teil der Sichtbarkeits-Strategie ist, sonst Aufwand sparen.

3. Praxisbeispiel

NewsArticle mit speakable-Markierung von headline und Lead:

{
  "@type": "NewsArticle",
  "@id": "https://www.beispiel.ch/news/mwst-2026#article",
  "headline": "MWST-Erhöhung 2026 in der Schweiz",
  "datePublished": "2026-04-15T09:00:00+02:00",
  "speakable": {
    "@type": "SpeakableSpecification",
    "cssSelector": ["#headline", "#article-lead"]
  }
}

SpeakableSpecification mit cssSelector auf zwei Page-Bereiche: das headline-Element und die Lead-Section. Bei Voice-Anfragen über Google Assistant wird genau dieser Inhalt vorgelesen — kompakt und auf das Wesentliche fokussiert.

4. Typische Fehler & Missverständnisse

5. Best Practices

6. Fakten


Definition von Marco Biner · Certified GEO Expert

Marco Biner — Founder geoquality.ai, Certified GEO Expert

speakable ist 2026 eine Niche-Property, die sich für die meisten Schweizer KMU nicht lohnt. Voice-Search hat im DACH-Raum nicht die Adoption erreicht, die viele 2018 prognostiziert haben — und Google Assistant ist die einzige Plattform, die speakable systematisch nutzt. Für News-Plattformen und spezialisierte Voice-First-Apps bleibt sie relevant.

Mein pragmatischer Standard: bei Standard-KMU-Sites weglassen. Bei News-Sites mit aktiver Voice-Strategie voll pflegen. Bei Mischformen die Investition gegen den tatsächlichen Voice-Traffic abwägen. Im SEAKT-Score zählt speakable nur marginal — der GEO-Hebel liegt anderswo.


GEO Importance Rank

Wie wichtig ist dieser Begriff für Generative Engine Optimization?

56 /100
Wichtig Range 50–69

FAQs

Lohnt sich speakable für KMU?

Selten. Voice-Search hat im DACH-Raum 2026 nur 8-12 Prozent aller Anfragen — und Google Assistant ist die einzige Plattform mit systematischer speakable-Nutzung. Bei normalen Service- und Marketing-KMU-Sites: weglassen. Bei News-Plattformen oder Voice-First-Strategien: pflegen.

Welcher Inhalt soll als speakable markiert werden?

Die kompaktesten, prägnantesten Inhalte: headline plus Lead-Absatz oder Zusammenfassung. Maximum 250-300 Wörter — entspricht 30-60 Sekunden Sprech-Dauer. Längere Inhalte werden bei Voice-Antworten gekürzt oder ignoriert.

cssSelector oder xpath?

cssSelector ist robuster und einfacher zu pflegen — Standard für moderne Web-Stacks. xpath ist legacy und kompliziert. Bei Custom-Frontends ohne klare CSS-Klassen kann xpath nötig sein, in 95 Prozent der Fälle reicht cssSelector mit semantischen IDs.

Wirkt speakable auf andere Voice-Assistenten?

Primär auf Google Assistant — Amazon Alexa und Apple Siri nutzen speakable nicht systematisch. Alexa fokussiert auf eigene Skills, Siri auf Apple-Ökosystem-Integration. Wer breitere Voice-Coverage will, braucht zusätzliche Strategien (Alexa Skills, Siri Shortcuts) über speakable hinaus.

Wie validiere ich speakable?

Google's Rich Results Test (search.google.com/test/rich-results) prüft speakable als Teil der Article-Validation. Bei aktiver Voice-Strategie zusätzlich Google Search Console „Speakable“-Bericht beobachten — zeigt, welche Pages für Voice-Antworten geeignet sind.

Soll ich speakable an allen Articles auszeichnen?

Nein. Selektiv anwenden — nur bei News- oder Aktuality-Inhalten, die für Voice-Antworten geeignet sind. Tutorials, How-Tos und tiefe Marketing-Inhalte sind für Voice ungeeignet (zu lang, zu komplex). Bei Sites mit gemischtem Content: nur News-Sektionen mit speakable auszeichnen, Rest weglassen.


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