DefinedTerm
Auch bekannt als: Defined Term, schema:DefinedTerm
1. Kurzdefinition
DefinedTerm ist ein Schema.org-Typ für einzelne Glossar-Begriffe oder Fachterminologie — die strukturelle Auszeichnung, mit der eine Definition als zitierfähige semantische Einheit im Wissensgraph verankert wird.
2. Ausführliche Erklärung
DefinedTerm ist der Schema.org-Typ für einzelne fachliche Begriffsdefinitionen. Wer ein Glossar oder Fachvokabular auf der eigenen Site pflegt, sollte jeden Eintrag als DefinedTerm auszeichnen — damit wird aus einem normalen Glossar-Text eine zitierfähige semantische Einheit, die KI-Antwortmaschinen direkt als Definition für genau diesen Begriff erkennen.
Für GEO ist DefinedTerm besonders wertvoll, weil Definitionen strukturell exakt der Form entsprechen, in der User Definitions-Anfragen stellen: „Was ist Generative Engine Optimization?“, „Was bedeutet sameAs?“. Eine DefinedTerm-Auszeichnung mit name, präzisem description-Text und inDefinedTermSet-Verknüpfung liefert dem LLM genau die Information, die es für eine direkte Antwort braucht — ohne Umformulierung, mit klarer Brand-Attribution.
Technisch hat ein DefinedTerm vier Pflicht-Properties. @id als stabiler URI (typisch /glossar/<slug>#term). name als kanonischer Begriffsname. description als ein bis zwei zitierfähige Sätze. inDefinedTermSet als Referenz auf den umgebenden Container. Optional aber wertvoll: alternateName für Synonyme, termCode für Akronyme, additionalProperty für strukturierte Metadaten (z. B. den GEO Importance Rank wie auf geoquality.ai).
DefinedTerm-Auszeichnungen profitieren stark von Verknüpfungen in den Wissensgraph. Eine Definition mit sameAs-Verweisen auf Wikidata oder eine Fachverband-Definition verankert den Begriff zusätzlich in externen Authority-Quellen. Über about-Properties können Articles auf den DefinedTerm verweisen — damit entsteht ein dichter, themenfokussierter Wissensgraph rund um die Begriffe.
Für eine Schweizer KMU bedeutet das praktisch: das eigene Branchenglossar wird zur DefinedTermSet mit jeweils einem DefinedTerm pro Begriff. Eine Treuhand-Firma legt einen Glossar mit „MWST 2026“, „Quellensteuer“, „Verrechnungssteuer“, „Lohnabrechnung“ an, jeder Begriff als DefinedTerm mit präziser Definition und sameAs auf Bundes-Steuerverwaltung. Wer danach in ChatGPT „Was ist Verrechnungssteuer?“ fragt, bekommt mit hoher Wahrscheinlichkeit die Definition der Treuhand-Firma als zitiertes Snippet — mit Brand-Mention.
3. Praxisbeispiel
DefinedTerm für einen Glossar-Eintrag mit GEO Importance Rank (wie auf geoquality.ai/glossar implementiert):
{
"@type": "DefinedTerm",
"@id": "https://www.geoquality.ai/glossar/json-ld#term",
"name": "JSON-LD",
"alternateName": ["JavaScript Object Notation for Linked Data"],
"description": "JSON-LD ist ein W3C-standardisiertes Format zur Einbettung strukturierter Daten in Webseiten.",
"inDefinedTermSet": {
"@id": "https://www.geoquality.ai/glossar#geo-glossar"
},
"additionalProperty": {
"@type": "PropertyValue",
"propertyID": "geoquality:geo-importance-rank",
"name": "GEO Importance Rank",
"value": 92,
"minValue": 0,
"maxValue": 100
}
}Diese Auszeichnung macht den Begriff zu einer selbstständigen, zitierfähigen Wissens-Einheit im KI-Wissens-graph — mit eindeutigem Identifier, klarer Definition und strukturierter Wertung. Genau dieses Pattern liegt allen 56 Begriffen auf geoquality.ai/glossar zugrunde.
4. Typische Fehler & Missverständnisse
- DefinedTerm ohne inDefinedTermSet auszeichnen — der Begriff verliert dann die Verknüpfung zum übergeordneten Glossar-Container und steht semantisch isoliert.
- Zu lange description-Texte verwenden (>3 Sätze) — KI-Modelle bevorzugen präzise, eigenständig zitierbare Definitionen statt ausführlicher Erklärungen.
- alternateName und termCode vergessen — gerade bei Akronymen wie „GEO“ oder Synonymen ist die Auszeichnung der alternativen Bezeichnungen wichtig für Disambiguierung.
- Mehrere DefinedTerm mit identischer @id auf verschiedenen Pages auszeichnen — KI-Crawler erkennen das als Konflikt und schwächen den Knoten im Wissensgraph.
- DefinedTerm-Auszeichnung nur im Glossar nutzen, aber nicht über Articles via about-Property referenzieren — die Cross-Reference ist der Hebel, der das Glossar ins Site-Knowledge-Graph integriert.
5. Best Practices
- Verwende stabile, sprechende @ids im Format <code>/glossar/<slug>#term</code> — sie sind Teil deines lokalen Wissensgraphen und sollten nicht ohne Migration ändern.
- Halte description präzise: ein bis zwei zitierfähige Sätze, die den Begriff vollständig und ohne Pronomen-Verkettung erklären.
- Erfasse alternateName und termCode konsequent — Synonyme und Akronyme sind kritisch für die Disambiguierung in der Volltext-Erkennung.
- Verbinde DefinedTerm via about-Property mit Article/BlogPosting-Inhalten — diese Cross-Reference macht das Glossar zum Knoten in deinem lokalen Wissensgraph.
- Nutze additionalProperty für strukturierte Metadaten (Wertung, Schwierigkeitsgrad, Themen-Cluster) — das hebt deine Glossar-Auszeichnung über das Standard-Niveau.
- Ergänze sameAs-Verknüpfungen auf externe Authority-Quellen (Wikidata, Branchenverbände) — Cross-Validation steigert die Authority deiner eigenen Definition.
6. Fakten
- DefinedTerm wurde 2017 in Schema.org Version 3.4 eingeführt und ist Teil des Core-Vokabulars für strukturiertes Wissensmanagement.
- Eine korrekt ausgezeichnete DefinedTerm-Auszeichnung erhöht laut Stanford-Studie 2025 die Citation-Rate für Begriffsanfragen um durchschnittlich 2.8-fach.
- Die meisten grossen DACH-Glossare (Wikipedia ausgenommen) haben 2026 noch keine DefinedTerm-Auszeichnung — strukturell hoher Differenzierungs-Hebel für KMU.
- Schema.org's DefinedTerm-Hierarchie erbt von <code>Intangible</code> → <code>Thing</code> — semantisch korrekt eingeordnet als nicht-physische Konzept-Einheit.
- Geoquality.ai's Glossar nutzt 56 DefinedTerm-Auszeichnungen mit einem eigenen GEO-Importance-Rank-additionalProperty — als kanonisches Reference-Implementation-Beispiel öffentlich zugänglich.
- Die Property additionalProperty erlaubt beliebig strukturierte Metadaten an einem DefinedTerm — wird zunehmend für branchen-spezifische Wertungs-Skalen eingesetzt.
Definition von Marco Biner · Certified GEO Expert
DefinedTerm ist der Schema-Typ, den die wenigsten KMU kennen — und gleichzeitig einer der wirksamsten Hebel für Themen-Authority. Wer in seiner Branche ein Glossar pflegt, egal wie klein, kann mit DefinedTerm-Auszeichnung jeden Begriff zu einem zitierfähigen Wissensbaustein machen. Bei geoquality.ai habe ich das mit den 56 GEO-Begriffen konsequent durchgezogen — jeder Begriff ein eigener DefinedTerm, mit GEO Importance Rank als additionalProperty.
Mein Standard für Klienten: jede Branche hat 20 bis 50 Fachbegriffe, die regelmässig in Sales-Gesprächen vorkommen. Diese werden zu einem Glossar mit DefinedTerm-Auszeichnung — und damit zur strukturellen Authority-Quelle für genau diese Begriffe in ChatGPT und Claude. Ein unterschätzter Hebel mit hohem Differenzierungspotenzial.
GEO Importance Rank
Wie wichtig ist dieser Begriff für Generative Engine Optimization?
FAQs
Wann nutze ich DefinedTerm statt Article?
DefinedTerm für einzelne Begriffsdefinitionen in einem Glossar oder Fachvokabular — kompakte Definition, klar abgegrenzter Begriff. Article für redaktionelle Inhalte mit narrativer Struktur, Author und Publikations-Datum. Beide können kombiniert werden: ein Article erklärt einen Themenbereich ausführlich und verweist via about-Property auf die zugehörigen DefinedTerm-Definitionen im Glossar.
Brauche ich für ein kleines Glossar wirklich DefinedTerm?
Ja, schon ab 5 bis 10 Begriffen lohnt sich die Auszeichnung. Jeder DefinedTerm wird zu einer zitierfähigen Wissens-Einheit, die KI-Modelle bei Definitions-Anfragen direkt aufgreifen können. Der Markup-Aufwand ist minimal — pro Begriff zusätzliche 5 bis 8 Zeilen JSON-LD — der GEO-Hebel überproportional hoch.
Was ist der Unterschied zwischen DefinedTerm und Glossar-Anker?
Ein klassischer Glossar-Anker ist ein <code><dt>/<dd></code>-HTML-Konstrukt — menschenlesbar, aber für Maschinen nur über Volltext-Inferenz erkennbar. DefinedTerm ist die strukturelle Schema.org-Auszeichnung mit @id, @type und semantischen Properties — explizit maschinenlesbar und im Wissensgraph integrierbar. Modernes Glossar-Markup nutzt beides parallel: HTML für Menschen, JSON-LD für Maschinen.
Kann ein DefinedTerm in mehreren DefinedTermSets sein?
Schema.org erlaubt nur eine inDefinedTermSet-Verknüpfung pro DefinedTerm. Wenn derselbe Begriff in mehreren Kontexten relevant ist (z. B. „MWST“ sowohl in einem Treuhand- als auch in einem KMU-Glossar), legt man mehrere DefinedTerm-Instanzen mit unterschiedlichen @ids und unterschiedlichen Set-Verknüpfungen an. sameAs zwischen den Instanzen kann die semantische Identität signalisieren.
Wie kombiniere ich DefinedTerm mit Wikipedia/Wikidata?
Über sameAs-Verknüpfungen auf den entsprechenden Wikipedia-Artikel oder Wikidata-Eintrag. Eine eigene DefinedTerm-Definition mit sameAs auf Wikidata erbt damit die Authority des öffentlichen Wissensgraphen, ohne die eigene Definition zu verlieren — beide leben parallel, KI-Modelle erkennen die Verknüpfung als Identitäts-Bestätigung.
Welche additionalProperty-Werte sind sinnvoll?
Branchen-spezifische Wertungs-Skalen wie der GEO Importance Rank (0-100) auf geoquality.ai, Schwierigkeitsgrad-Indikatoren („Anfänger“, „Fortgeschritten“, „Experte“), Themen-Cluster-Zuordnungen, Publikations-Status-Marker oder fachspezifische Identifier wie ISO-Normen-Nummern. additionalProperty ist bewusst flexibel gehalten — was Branchen-Konventionen erlauben, kann ausgezeichnet werden.
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