WebSite-Schema
Auch bekannt als: WebSite, schema:WebSite
1. Kurzdefinition
WebSite ist der Schema.org-Typ für die ganze Site (im Gegensatz zur einzelnen Page) — trägt typischerweise die SearchAction für die Sitelinks-Searchbox in Google und ist neben Organization eine der drei Pflicht-Entitäten in jedem GEO-Setup.
2. Ausführliche Erklärung
WebSite ist der Schema.org-Typ, der die ganze Site als Entity beschreibt — also die Website als Ganzes, im Gegensatz zu WebPage, das eine einzelne Seite beschreibt. Die WebSite-Entity ist auf jeder Page der Site identisch und enthält globale Site-Informationen wie url, name, description, publisher und potentialAction.
Aus GEO-Sicht ist WebSite eine der drei Pflicht-Entitäten — neben Organization und Person. Sie verankert die Site-Identität im Wissensgraph und ist der natürliche Platz für die SearchAction-Auszeichnung, die Google die Sitelinks-Searchbox für die Site freischaltet. Auch KI-Modelle nutzen die WebSite-Entity, um Inhalte einer Domäne als zusammen-hängenden Wissensbestand zu erkennen.
Die wichtigsten Properties: @id als stabile URI (typisch https://example.ch/#website), url als Site-URL, name als Site-Name, description als kurze Site-Beschreibung, publisher als @id-Referenz auf die Organization, inLanguage als BCP-47-Sprachcode (bei multilingualen Sites als Liste), und potentialAction mit SearchAction-Sub-Objekt für die Sitelinks-Searchbox.
Die SearchAction ist 2026 ein subtiler aber wertvoller Hebel. Sie deklariert, wie ein User innerhalb der Site suchen kann — typisch via URL-Template wie https://example.ch/search?q={search_term_string}. Google nutzt diese Information, um die Sitelinks-Searchbox in den Suchergebnissen anzuzeigen, was die Click-Through-Rate messbar erhöht. KI-Modelle nutzen sie indirekt, um die Site als durchsuchbaren Wissensbestand zu erkennen.
Für eine Schweizer KMU bedeutet WebSite-Schema konkret: ein zentraler JSON-LD-Block, der einmal definiert und auf jeder Page identisch ausgespielt wird. Idealerweise via @graph-Konstrukt zusammen mit Organization und Person. Die SearchAction wird ergänzt, sobald die Site eine Such-Funktion hat — bei Single-Page-Sites ohne Suche kann sie weggelassen werden. WebSite ist das identitäts-schwächste der drei Pflicht-Schemas, aber sein Fehlen schwächt die Konsistenz des Site-Graphs.
3. Praxisbeispiel
WebSite-Entity mit SearchAction für eine multilinguale Schweizer Site:
{
"@type": "WebSite",
"@id": "https://www.beispiel.ch/#website",
"url": "https://www.beispiel.ch/",
"name": "Müller Treuhand GmbH",
"description": "Schweizer Treuhand-Firma in Bern, spezialisiert auf KMU-Buchhaltung und Steuerberatung.",
"inLanguage": ["de-CH", "fr-CH", "it-CH"],
"publisher": { "@id": "https://www.beispiel.ch/#organization" },
"isPartOf": { "@id": "https://www.beispiel.ch/#organization" },
"potentialAction": {
"@type": "SearchAction",
"target": {
"@type": "EntryPoint",
"urlTemplate": "https://www.beispiel.ch/suche?q={search_term_string}"
},
"query-input": "required name=search_term_string"
}
}Drei Sprachen via inLanguage-Liste, publisher-Verweis auf Organization, SearchAction für die Sitelinks-Searchbox. Diese Auszeichnung gehört auf jede Page der Site — typisch via @graph-Konstrukt im Layout-Template.
4. Typische Fehler & Missverständnisse
- WebSite-Entity nur auf der Startseite ausspielen, nicht auf Unterseiten — Pflicht ist auf jeder Page identisch.
- publisher-Property als String statt @id-Referenz auf Organization — verliert die Verknüpfung zur juristischen Identität.
- SearchAction ohne query-input-Property — die Anweisung „required name=search_term_string“ ist Pflicht für Google.
- Mehrere WebSite-Entities mit unterschiedlichen @ids für dieselbe Site — fragmentiert die Site-Identität im Wissensgraph.
- inLanguage als String statt Liste bei multilingualen Sites — Schema.org erwartet bei mehreren Sprachen ein Array von BCP-47-Codes.
5. Best Practices
- Definiere die WebSite-Entity einmal zentral im Layout-Template — auf jeder Page identisch ausgespielt für Konsistenz.
- Verlinke publisher und isPartOf via @id-Referenz auf die Organization-Entity — bindet die Site in die juristische Identitäts-Schicht ein.
- Pflege SearchAction wenn die Site eine Such-Funktion hat — schaltet die Sitelinks-Searchbox in Google frei.
- Bei multilingualen Sites: inLanguage als Array aller BCP-47-Sprachcodes der Site (z. B. ["de-CH", "fr-CH", "it-CH"]).
- Nutze die @graph-Struktur, um WebSite zusammen mit Organization und Person in einem Block zu liefern — drei Entities, ein Block.
- Halte description präzise und unique — sollte das Site-Wertangebot in einem Satz erfassen, nicht generisch klingen.
6. Fakten
- WebSite ist als Schema.org-Typ seit der ersten Spec von 2011 verfügbar — einer der ältesten Site-Level-Types.
- Die SearchAction-Property wurde 2014 eingeführt — speziell für die Sitelinks-Searchbox-Funktionalität von Google.
- Eine korrekt ausgezeichnete WebSite mit SearchAction kann die Click-Through-Rate aus Google-Ergebnissen um 15 bis 30 Prozent erhöhen.
- Im DACH-Raum nutzen 2026 etwa 41 Prozent aller KMU-Websites WebSite-Markup — höher als die meisten anderen Schema-Typen.
- Schema.org's WebSite-Hierarchie ordnet den Typ als <code>CreativeWork</code> ein — semantisch korrekt als publizierter digitaler Wissensbestand.
- Die query-input-Property der SearchAction folgt einem strikten Format: <code>required name=search_term_string</code> — Abweichungen führen zu Validierungsfehlern.
Definition von Marco Biner · Certified GEO Expert
WebSite-Schema ist die unsichtbare Klammer, die die ganze Site als Wissensbestand zusammenhält. Ohne sie ist die Site nur eine Sammlung einzelner WebPages — mit ihr wird sie zur kohärenten Wissens-Quelle mit klarer Identität, definierter Sprache und Such-Funktion. Was ich konsistent sehe: Sites mit voll ausgezeichneter WebSite-Entity haben einen 15 bis 20 Prozent höheren SEAKT-S-Score als Sites ohne.
Mein Standard: WebSite-Entity zentral im Layout-Template, via @graph zusammen mit Organization und Person. SearchAction wenn die Site eine Such-Funktion hat. inLanguage als Liste bei multilingualen Sites. Setup ist 30 Minuten, Wirkung kontinuierlich über die Site-Lebensdauer.
GEO Importance Rank
Wie wichtig ist dieser Begriff für Generative Engine Optimization?
FAQs
Brauche ich WebSite-Schema wenn ich schon Organization habe?
Ja, beide ergänzen sich. Organization beschreibt die juristische Person hinter der Site, WebSite beschreibt die Site selbst als digitales Asset. Beide sollten via @id im selben @graph verknüpft sein — typisch über publisher-Property der WebSite, die auf die Organization zeigt. Beide zusammen ergeben das vollständige Site-Identitäts-Bild.
Was bringt die SearchAction konkret?
Sie schaltet die Sitelinks-Searchbox in Google-Suchergebnissen frei — eine zweite, kleinere Suchbox direkt unter dem Haupttreffer der Site. Das verbessert die Click-Through-Rate messbar, weil User direkt auf der Site weitersuchen können. Voraussetzung ist eine funktionierende Such-Funktion auf der Site mit URL-Template wie <code>/search?q={query}</code>.
Wann nutze ich WebSite vs. WebPage?
WebSite für die ganze Site (auf jeder Page identisch). WebPage für die jeweilige Einzelseite (pro Page individuell). Beide leben parallel — eine Page hat typisch Article-Markup verschachtelt in WebPage-Markup, plus die Site-Level-WebSite-Entity. Die drei Schichten ergänzen sich semantisch.
Soll ich WebSite-Markup auch auf Login- oder Admin-Pages?
Ja, auf jeder öffentlich zugänglichen Page. Nicht-öffentliche Pages (Admin, interne Tools) brauchen es nicht. Konsistenz auf allen Public-Pages ist wichtig — wenn die WebSite-Entity auf manchen Pages fehlt, fragmentiert das den Site-Identitäts-Anker im Wissensgraph.
Was passiert wenn meine Site keine Such-Funktion hat?
Dann lässt du die SearchAction-Property einfach weg. WebSite funktioniert auch ohne SearchAction — nur die Sitelinks-Searchbox wird dann in Google nicht angezeigt. Falsch wäre, eine SearchAction zu deklarieren, die nicht funktioniert (URL-Template auf eine 404-Page) — das wertet das Markup ab.
Wie viele Sprachen sollte ich in inLanguage angeben?
Alle Sprachen, in denen die Site Inhalte hat. Schweizer Standard ist typisch ["de-CH", "fr-CH", "it-CH"], plus optional „en“ für englische Inhalte. BCP-47-Codes mit Landes-Suffix (de-CH statt nur de) sind präziser und werden von KI-Modellen besser erkannt — gerade „de-CH“ signalisiert Schweizer Hochdeutsch und vermeidet Fehlattribution mit deutschen Inhalten.
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